Bei Tauchgängen in kalten Gewässern sind Trockentauchanzüge aus Neopren aufgrund der Eigenisolation des Materials zu bevorzugen.
Sollte der Trockentauchanzug einmal während des Tauchgangs voll laufen, so isoliert das Neopren selbst noch und schützt den Taucher besser vor Unterkühlung als Anzüge aus Trilaminat.
Jedoch sind dicke Neoprenanzüge (5 mm und dicker) aus folgenden Gründen abzulehnen:
Zum einen schränken sie aufgrund ihrer Stärke die Bewegungsfreiheit des Tauchers ein. Somit ist
es damit u.a. für den Taucher schwieriger die Flaschenventile selbst schnell zu bedienen.
Ein weiterer Nachteil der dicken Anzüge ist, dass das Neopren in der Tiefe mit zunehmender Kompression an Auftrieb verliert. Folglich ist der an der Oberfläche mit der richtigen Menge Blei ausgestattete Taucher in der Tiefe überbleit.
Diese Nachteile lassen sich durch Verwendung eines dünnen Trockentauchanzugs aus 2-3 mm Crush-Neopren kompensieren, der somit die erste Wahl für "Kaltwasser" Taucher darstellt.